Fischlexikon Fischlexikon Fischlexikon

Online-Lexikon rund um den Fisch

Adria-Stör (Acipenser naccarii)

Gliederung:

Systematik:

Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)
Familie: Störe (Acipenseridae)
Gattung: Acipenser

Bild:

Adria-Stör (Acipenser naccarii)
Urheber: Drow_male - CC BY-SA 4.0

Adria-Stör (Acipenser naccarii)

Der Adria-Stör wird auch Mittelmeer-Stör genannt und bewohnt ausschließlich die Adriaküste Er ist mittlerweile sehr selten und stark gefährdet.

Verbreitung/Vorkommen:

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Adria-Störs sind die Küstenregion der Adria von Albanien, Kroatien, Griechenland, Italien, Montenegro und Slowenien. Von dort steigt er zur Laichzeit in die großen Flüsse der norditalienischen Tiefebene (Po, Etsch und Tagliamento) auf. Laut Iucnredlist.org ist er wahrscheinlich in manchen Gebieten schon ganz ausgestorben.

Merkmale:

Der Adria-Stör erreicht eine durchschnittliche Körperlänge von 100 bis 150 cm (max. 200 cm) und ein durchschnittliches Gewicht von 20 kg (max. 25 kg). In seinem Aussehen ähnelt er dem Europäischen Stör (Acipenser sturio), seine oberseits verknöcherte Nase ist jedoch kürzer sowie gedrungener und die Färbung seines Rückens dunkler, eher bräunlich. Die runden, ziemlich langen Bartfäden sind fransenlos und stehen näher an der Schnauzenspitze als am Mund, zurückgelegt erreichen sie den Rand des Mundes nicht. Die Art besitzt 11–14 Rückenschilde, 32–42 Seitenschilde, die eng aneinander liegen und mehr als doppelt so hoch wie breit sind, sowie 8–11 Bauchschilde. Die Bauchseite ist ebenso wie die großen Knochenschilde gelblich bis schmutzigweiß.

Fortpflanzung:

Während der Laichzeitvon April bis Mai dringt der Adrai-Stör in die Flüsse der norditalienischen Tiefebene ein, um dort an tiefen, stark überströmten Sand- und Kiesstellen abzulaichen.

Nahrung:

In tieferen Bereichen (10-40 m) hält er sich in Bodennähe auf und ernährt sich dort von Wirbellosen, Insekten und kleinen Fischen.

Verwendung/Nachzucht:

Seit 1988 wird in Italien die künstliche Reproduktion in Fischfarmen durchgeführt, ob die ausgesetzten Fische sich jedoch anschließend in der Wildnis erfolgreich fortpflanzen, ist noch nicht eindeutig nachgewiesen.

Hinweis: Diese Seite stellt eine Basisinformation dar. Sie wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Sollte eine Datei gegen Urheberrechtsbestimmungen verstoßen, wird um Mitteilung gebeten, damit diese unverzüglich entfernt werden kann.