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Sardinen-Füsilier (Dipterygonotus balteatus)

Gliederung:

Systematik:

Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Familie: Schnapper (Lutjanidae)
Unterfamilie: Füsiliere (Caesioninae)
Gattung: Dipterygonotus

Bilder:

Sardinen-Füsilier (Dipterygonotus balteatus)
Sardinen-Füsilier (Dipterygonotus balteatus)
Urheber: Randall, J.E., FishBase - CC BY-NC 3.0

Sardinen-Füsilier - Dipterygonotus balteatus (Valenciennes, 1830)

Der Sardinen-füsilier ist ein Schwarmfisch, der sich meist in Riffnähe in Wassertiefen von 37-91 m aufhält, jedoch auch im Freiwasser angetroffen werden kann. Füsiliere verbringen die Nacht versteckt im Riff. Dabei nehmen sie oft eine rote Nachtfärbung an.

Synonyme: Smaris balteatus Valenciennes, 1830; Dipterygonotus leucogrammicus Bleeker, 1849; Dipterygonotus gruveli Chabanaud, 1924.

Verbreitung/Vorkommen:

Indo-Pazifik: Ost-Afrika bis Salomonen (Solomon Islands), jedoch nicht im Roten Meer und im Persischen Golf.
28°N - 24°S, 43°O - 163°O

Verbreitungskarte bei Aquamaps (externer Link in neuem Fenster).

Merkmale:

  • Größe und Gewicht: bis 14 cm lang;
  • Beschreibung: Körper schlank und spindelförmig; Augen groß; Maul klein, oberständig?, etwa 40 bis 50° schräg zur Horizontalen stehend; Oberkiefer weit vorstreckbar (protraktil); kleine, kegelförmige Zähnen auf Kiefer und Pflugscharbein, keine auf Zwischenkieferknochen und Gaumen; Rückenflosse kann angelegt werden; Schwanzflosse tief gegabelt; kleine Kammschuppen;
  • Färbung: Rücken bräunlich-bronze; Flanken silbrig-weiß mit 2-3 dünnen braune Längstlinien; Bauch silbrig-weiß; Rucken-, Anal- Brust- und Bauchflossen durchscheinend bis rosa/pink; Brustflosse an der Basis schwarz; rötliche Nachtfärbung;
  • Flossenformel: D XIV (XII-XV)/8-11, A III/9-11, P 16-19, C 7-8
  • Anzahl Schuppen auf Seitenlinie: 68-80;
  • Wirbel: 24;
  • Branchiostegalstrahlen: 7.

Fortpflanzung:

Die Fortpflanzung der Füsiliere ist noch wenig bekannt. Sie entlassen Eier und Spermien in das freie Wasser (Freilaicher) und betreiben keine Brutpflege. Eier und die Larven sind pelagisch. Füsiliere weisen keine äußeren Geschlechtsunterschiede auf und sind proterogyne Zwitter, die im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht wechseln (zuerst Weibchen, dann Männchen). Das Verhältnis der Geschlechter ist in einem Schwarm angeblich ausgeglichen.

Nahrung:

Sie ernähren sich von Zooplankton.

Verwendung:

  • Sardinen-Füsiliers werden oft nachts mit Licht und Keschern befischt und frisch auf lokalen Märkten angeboten. Bei Fischen, die nachts gefangen, sind Körper und Flossen oft rötlich;
  • Sie dienen als Köderfisch in der Thunfischfischerei./li>
  • Sie sind wichtige Beute für größere Raubfische wie Thunfische, Schnapper und Zackenbarsche.

Quellen ua:

  • de.wikipedia.org/wiki/Füsiliere_(Fische)
  • fao.org/docrep/fao/009/y0770e/y0770e17.pdf
  • fishbase.se/summary/Dipterygonotus-balteatus.html
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