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Schwertfisch (Xiphias gladius)

Gliederung:

Systematik:

Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Schwertfischartige (Istiophoriformes)
Familie: Schwertfische (Xiphiidae)
Gattung: Xiphias

Bilder:

Schwertfisch (Xiphias gladius)
oben: Jungfisch, unten: ausgewachsenes Exemplar
Urheber: Biodiversity Heritage Library, flickr - CC BY 2.0
Schwertfisch (Xiphias gladius)
Urheber: Felix Sanchez Villarejo, FishBase - CC BY-NC 3.0

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Schwertfisch - Xiphias gladius Linnaeus, 1758

Schwertfische sind Bewohner des offenen Meeres und entsprechend ihres stromlinienförmigen Körpers hervorragende und vor allem schnelle Schwimmer. Sie können Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Meist folgen sie einzeln Tintenfisch- und Fischschwärmen.

Synonyme: Xiphias imperator Bloch & Schneider, 1801; Tetrapterus imperator (Bloch & Schneider, 1801); Xiphias rondeletii Leach, 1814; Phaethonichthys tuberculatus Nichols, 1923; Xiphias estara Phillipps, 1932; Xiphias thermaicus Serbetis, 1951.

Verbreitung/Vorkommen:

Verbreitungsgebiet sind die warmen und gemäßigten Meere weltweit, teils auch kühlere Gewässer, einschließlich Mittelmeer, Marmarameer, Schwarzes Meer und Asowsches Meer - 61°N bis 50°S, 180°W bis 180°O. Bevorzug werden Wassertemperaturen von 18°C bis 22°C.

Verbreitungskarte bei IUNC RedList (externer Link in neuem Fenster).

Merkmale:

  • Größe und Gewicht: durchschnittlich 2 bis 3 m lang (max. 4,5 m), bis zu 540 kg schwer (max. 650 kg); Weibchen wachsen schneller und werden größer als Männchen;
  • Beschreibung: Körper langgestreckt und torpedoförmig; Maul nach vorn gerichtet, nicht vorstülpbar; Oberkiefer zu schwertartigem Rostrum verlängert, welches bis zu 1/3 der Körperlänge ausmacht; Augen groß; Kiemenöffnungen groß, ohne Kiemenreusen; 2 Rückenflossen, 1. viel größer als 2.; 2. Afterflossen; Anus nahe dem Anfang der ersten Afterflosse; Schwanzflosse sichelförmig, Brustflossen sichelförmig; keine Bauchflosse; ausgewachsene Exemplare sind zahnlos, haben keine Schuppen mehr und Schwanzflossenstiel besitzt zu beiden Seiten je einen knorpeligen Kiel;
  • Färbung: Rücken braun-schwarz bis bläulich-grau; Bauch hellbraun bis weißlich; 1. Rückenflosse mit schwarz-brauner Membrane; andere Flossen braun oder schwarz-braun
  • Lebenserwartung: bis 15 Jahre;
  • Flossenformel: D1 0/34-49, D2 0/4-6, A1 0/13-14, A2 0/3-4
  • Seitenlinie: fehlt ausgewachsenen Schwertfischen, bei Jungfischen unter 1 m noch vorhanden;
  • Wirbel: 26 (15-16 Rumpfwirbel und 10-11 Schwanzwirbel);

Fortpflanzung:

Gelaicht wird pelagisch in Wassertiefen bis 75 m. Die Eier schweben frei im Wasser. Schwertfische betreiben keine Brutpflege. Die Larven besitzen Stacheln auf den Kiemendeckeln und zwei gleichlange, verlängerte Kiefer, die mit Zähnen besetzt sind. Sie ähneln in der ersten Zeit kaum den ausgewachsenen Tieren, erst beim Heranwachsen nimmt der Oberkiefer nimmt die charakteristische Schwertform an.

  • Geschlechtsreife: mit 5-6 Jahren;
  • Laichzeit: standortabhängig; meist Frühjahr und Sommer; im Atlantik bei etwa 23°C Wassertemperatur, im Pazifik ab 24°C;
  • Eier: 1,6-1,8 mm groß; hohe Anzahl, abhängig von Körpergewicht - z.B. 16 Million in 168 kg schwerem Weibchen, 29 Millionen bei 272 kg;
  • Larven: beim Schlüpfen 4 mm lang.

Nahrung:

Schwertfische sind schnelle und aktive Raubfische. Als Nahrung dienen Schwarmfische, vor allem Heringe, Makrelen, aber auch Hornhechte, Tintenfische, Krustentiere und Kopffüßer. Das Schwert setzen sie bei der Jagd ein, indem sie beim Durchschwimmen der Schwärme damit um sich schlagen. Betäubte und verletzte Tiere werden verzehrt. Größere Beutetiere können auch aufgespießt werden. Abgebrochene Schwerter fand man in Haien, Walen und Schiffsrümpfen.

Verwendung:

  • Der Schwertfisch wird kommerziell mit Langleinen, Harpunen und Netzten befischt
  • Er gehört in den mediterranen Ländern zu den Delikatessen der ersten Kategorie. Sein Fleisch ist ausgesprochen schmackhaft und von der Konsistenz fest und sehr mager. Deshalb wird der teure Edelfisch von den Wirten auf den Speisekarten manchmal gerne mit dem Peixe-espade (Degenfisch) verwechselt.
  • Eine gute Art der Zubereitung ist, wenn man ihn in Scheiben schneidet und grillt. Dann wird er mit einer Mischung aus Knoblauch, Olivenl und Zitronensaft beträufelt.
  • Der Fisch wird in Japan für Sashiami und Teriyaki genutzt.
  • Bei Sportfischern ist der Schwertfisch eine beliebte Beute.

Quellen ua:

  • fishbase.se/summary/Xiphias-gladius.html
  • iucnredlist.org/details/23148/0
  • de.wikipedia.org/wiki/Schwertfisch
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