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Online-Lexikon rund um den Fisch

Aalmutter (Zoarces viviparus)

Gliederung:

Systematik:

Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Familie: Aalmuttern (Zoarcidae)
Gattung: Zoarces

Bilder

Aalmutter (Zoarces viviparus)
Urheber: Julian Fahrbach - CC BY-SA 3.0

Aalmutter (Ober- und Unterseite)
Urheber: Genet - CC BY-SA 3.0
Aalmutter (Zeichnung)

Aalmutter (Zoarces viviparus)

Die Aalmutter hat große Ähnlichkeit mit dem Aal und gebärt lebende Junge. Diese Eigenschaften hat dem Fisch wahrscheinlich seinen Namen eingebracht. Sie gehört zu den Strahlenflossern, deren Skelett primär aus Knochen besteht. Hinzu kommen die Gräten als Bindegewebsverfestigungen.

Verbreitung/Vorkommen:

Die Aalmutter ist in der gesamten Nord- und Ostsee, an der norwegischen Küste und nordwärts bis in die Barentssee beheimatet. Im Sommer ist er in flacheren Gewässerteilen anzutreffen als im Winter. Der Fisch hält sich gerne an geschützten Stellen auf, z.B. in Seegraswiesen, unter Steinen etc. und in den Breichen von Flußeinmündungen auf.

Merkmale:

Der Körper der Aalmutter ist langgestreckt, dunkelgefleckt mit schleimiger Haut in der einzelne kleine Schuppen versteckt sind. Er ist je nach Aufenthaltsort grünlich bis braun gefärbt. In der Ostsee überwiegt meist ein rötlich, brauner Ton mit unregelmäßigen, hellen Flecken. Die Aalmutter wird bis zu 30 cm (Männchen bis zu 50 cm) lang. Der Kopf ist verhältnismäßig groß. Das Maul besitzt dicke Lippen und kegelförmige Zähne. Rückenflosse, Schwanzflosse und Afterflosse sind zu einem durchgehenden Flossensaum zusammengewachsen. Die kleinen Bauchflossen befinden sich vor den Brustflossen unter der Kehle. Teils fehlen sie oder sind verkümmert. Die Gräten sind grün. Eine Schwimmblase ist nicht vorhanden. Die Kiemendeckel ermöglichen es dem Fisch aktiv einen Atemwasserstrom an den Kiemen entlang zu leiten. Unter günstigen Bedingungen erreicht der Fisch ain Alter von 10 Jahren.

Fortpflanzung:

Aalmuttern sind mit zwei Jahren Geschlechtsreif. Die Paarung der Aalmutter erfolgt im August und September, wobei das Männchen den Leib des Weibchens umschlingt. Die Geschlechter unterscheiden sich durch verschieden große Analpapillen, die bei den Männchen größer sind und zur inneren Befruchtung der Weibchen dienen. Die Anzahl der Embryonen ist vor allem von der Körperlänge des Muttertieres abhängig und schwankt zwischen 30 bis max. 400. Die Aalmutter bringt etwa vier Monate nach der Paarung lebende, 4 bis 5 cm große Jungfische zur Welt. Sie wurden während ihrer Entwicklung im Mutterleib durch ein Sekret aus den Eierstöcken ernährt und werden in mehreren Schüben geboren. Die Jungtiere ernähren sich von winzigen Würmern und Krebschen.

Nahrung:

Die Nahrung der Aalmuter besteht vor allem aus Würmern und kleinen Krebstieren, aber auch Muscheln, Schnecken und Kleinfische werden nicht verschmäht.

Verwendung:

Das Fleisch ist essbar und im Frühjahr und Frühsommer auch sehr schmackhaft.

Da die Tiere sich zumeist unter Steinen oder im Sand eingraben, werden sie leicht übersehen. Die Aalmutter wird in Reusen und in engmaschigen Waden gefangen und von den Küstenbewohnern gern geangelt. Sie kommt enthäutet, gesalzen, frisch und geräuchert in den Handel. Ein Teil der Fänge findet auch als Köderfisch und als Futter in Forellenzuchten Verwendung.

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